Wann ist ein Pflegebett sinnvoll? Anzeichen und Situationen

Wann ist ein Pflegebett sinnvoll? Anzeichen und Situationen

Ein Pflegebett wird oft mit Bettlägerigkeit gleichgesetzt. Tatsächlich kann es schon viel früher eine grosse Entlastung sein – nämlich dann, wenn das normale Bett im Alltag nicht mehr sicher oder selbstständig genutzt werden kann.

Typische Anzeichen. Ein Pflegebett ist sinnvoll, wenn

  • das Aufstehen aus dem gewohnten Bett unsicher wird oder nur noch mit fremder Hilfe gelingt,

  • eine erhöhte Sturzgefahr besteht – etwa nach einer Operation, bei eingeschränkter Mobilität, nächtlicher Unsicherheit oder im Rahmen einer demenziellen oder neurodegenerativen Erkrankung,

  • viel Zeit im Bett verbracht wird und langes Liegen Beschwerden oder Druckstellen verursacht,

  • der Wechsel vom Bett in einen Rollstuhl oder auf einen Toilettenstuhl beschwerlich wird,

  • oder die Pflege im Bett – Körperhygiene, Umlagern, Anreichen von Mahlzeiten – aus normaler Betthöhe kaum noch möglich ist.

 

Auch zum Schutz der Pflegenden. Ein Punkt, der häufig übersehen wird: Ein Pflegebett schützt nicht nur die pflegebedürftige Person. Wer regelmässig aus einem zu tiefen Bett heraus pflegt, belastet auf Dauer den eigenen Rücken erheblich. Die elektrische Höhenverstellung erlaubt es, auf angenehmer Arbeitshöhe zu pflegen – das schont und macht die tägliche Versorgung sicherer.

Vorübergehend oder dauerhaft. Ein Pflegebett kann für eine begrenzte Phase nötig sein, etwa zur Genesung nach einem Spitalaufenthalt, oder dauerhaft – beispielsweise bei fortschreitender Erkrankung oder im höheren Alter. Beide Situationen lassen sich gut lösen; für die kurzfristige Variante bietet sich die Miete an.

Was ein Pflegebett anders macht. Im Unterschied zu einem normalen Bett lässt sich ein Pflegebett in der Höhe und in der Liegeposition elektrisch verstellen. Rücken- und Beinbereich sind getrennt einstellbar, sodass bequemes Sitzen, Liegen und Aufstehen möglich werden. Das fördert die Selbstständigkeit – wer per Knopfdruck in eine sitzende Position kommt, ist seltener auf Hilfe angewiesen. Auch die Seitengitter erfüllen mehr als einen Zweck: durchgehend genutzt schützen sie vor Stürzen aus dem Bett, geteilt dienen sie als Stütze und erleichtern das Aufstehen und Absitzen. Hinzu kommt: Pflegebetten stehen auf feststellbaren Rollen, sodass sich das Bett bei Bedarf leicht verschieben lässt – etwa um es für die Pflege von beiden Seiten frei zugänglich zu machen.

Wer bei der Entscheidung hilft. Ein Pflegebett ist kein Ersatz für ärztliche Behandlung, Therapie oder die Unterstützung durch Angehörige und Spitex – es verbessert aber die Voraussetzungen für einen sicheren Alltag zu Hause. Die Hausärztin, der Pflegedienst oder eine Fachberatung kennen die individuelle Situation und können einschätzen, ob ein Pflegebett sinnvoll ist. Für eine spätere Kostenbeteiligung ist ohnehin eine ärztliche Verordnung nötig.

Sie sind unsicher, ob ein Pflegebett der richtige Schritt ist? Wir nehmen uns Zeit für Ihre Situation – kostenlos und unverbindlich unter 0800 58 58 58.